A: Status
Der gegenwärtige Stand ist festgestellt aus zwei Faktoren: Einmal den Aussagen der Schülermitverwaltung (SMV Kl. 5 - 9), wobei die Vorsitzende und ihr Stellvertreter Sitz und Tagesordnungspunkt mit Stimmrecht in der Schulkonferenz einnehmen, als äußerst wichtiges Merkmal der Umsetzung der Forderung nach demokratischen Verhältnissen an einer Schule unter besonderer Berücksichtigung der Einbeziehung der Schülerschaft. Zweitens aus einer computerbasierten Umfrageaktion, die in Multiplechoiceform in den SMV-Klassen durchgeführt wurde. - Einleitend kann festgestellt werden, dass der überwiegende Teil der befragten Schüler (93,8%) zufrieden mit der Schule ist und 84% täglich gerne in die Schule kommen. Mit den Schulkameraden kommt man generell gut zurecht (98,8%), und man geht auch gerne in die Klasse, in die man geht (97,6%). Man fühlt sich geborgen auf dem Matrikel (92,1%) und weiß, wie man sich zu benehmen hat (96,3%). Zum Thema Mobbing, was den Zeitraum der letzten zwei Monate die Schule insgesamt betrifft, meinen 74,1% dass das, was sie unter Mobbing verstehen nicht stattgefunden hat, 25,9% bejahen es aber. Was die eigene Klasse angeht, sagen 86,4% dass da gar nichts oder nur sehr wenig vorgefallen sei. Bzg. Mobbing durch Lehrkräfte liegt die Aussage der Befragten, die sagen gar nicht oder nur einmal bei 98,8%. – Gelobt werden für die geleistete Arbeit oft oder hin und wieder 79%, wobei 85,2% der Meinung sind, dass sie ordentlich etwas aus dem Bildungsangebot mitnehmen. In puncto Hausaufgaben meint immerhin ein Fünftel der Befragten, dass es zu viele seien, dreiviertel empfindet es als passend. – Insgesamt ist man mit den Verhältnissen in Klassen- und Fachräumen zufrieden (Hör- Sichtverhältnisse, Schall usw). Selbiges gilt für das Interieur, aber ca. 1/5 meinen nicht, dass sie ihren Stuhl adäquat einstellen können. Eine größere Gruppe ist der Auffassung, dass hin und wieder zuviel Unordnung herrscht, Lärm überhand nimmt, die Reinigung vernachlässigt wird, zu wenig gelüftet wird. Hier taucht das alte Problem der Geruchsbelästigung in einigen Toiletten erneut auf.
B: Problemstellung
Aus A werden konkret folgende Problemfelder ersichtlich:
1. Ca. jeder 5. Schüler fühlt sich durch die Hausaufgaben quantitativ überfordert.
2. Ca. jeder 5. Schüler befindet, dass er in den letzten zwei Monaten Zeuge eines Handlungsablaufes war, den er als Mobbing bezeichnet.
3. Ca. jeder 5. Schüler bemängelt, dass sein Stuhl nicht adäquat einstellbar sei.
4. Einige Toiletten stellen nach wie vor eine Geruchsbelästigung dar.
5. Hin und wieder zuviel Unordnung und Lärm in den Klassen. Fehlende Lüftung.
C: Handlungsplan
1.
Die Lehrkräfte einer Klasse müssen 1. wiederum aufgefordert werden, bzg. der Aufgabe von Hausaufgaben deutliche Absprachen zu treffen, die eine Überlappung massiver Hausaufgaben zum selben Abgabetermin verhindern. 2. muss sich jeder Kollege selbst fragen, ob Hausaufgaben im gegebenen Umfang weiterhin für alle Schüler in so notwendig sein muss. Das Thema Sinn und Unsinn von Hausaufgaben muss TOP einer der nächsten Konferenzen werden. Darüber hinaus sind der Vertrauenslehrer und die SMV momentandabei, ein s.g. Hausaufgabencafé einzurichten.
2.
Das Thema war bereits im Kollegium und im Vorstand aktuell. U.a. weil das Wort ”Mobbing” gesellschaftsweit inflationär gehandelt wird. Aus diesem Grunde hat die DSH schon vor einiger Zeit ein Aktionspapier Mobbing erstellt, das den Begriff definiert, Formen benennt, Erkennungsmöglichkeiten aufzeigt, Handlungspläne angibt und Präventionsmöglichkeiten vorgibt. Das Aktionspapier Mobbing ist auf die HP der DSH nachlesbar.
3.
Diese Schüleraussagen sind im Grunde nicht nachvollziehbar. Fast alle Schüler der DSH sitzen auf ergonomischen Stühlen mit Gaslift, die für alle auf die jeweilige Körpergröße und richtige Sitzhaltung einstellbar sind. Einzige erkennbare Möglichkeit ist eine nochmalige Instruktion der Schüler, wie man die Stühle auf den jeweiligen Schüler bezogen sitzgerecht einstellt.
4.
Die Problematik ist in diesem Falle, dass der Geruch bereits in Kacheln und Fugen unbehebbar im Laufe der letzten Jahrzehnte eingezogen ist. Die DSH hat diesbezüglich 2009 Angebote zur Renovierung eingeholt und einen Antrag über 330.000 dkr an den Investitionsausschuss des DSSV gestellt, dem aus finanziellen Gründen bis dato nicht entsprochen wurde. Aus dieser Sachlage heraus haben wir inzwischen versucht, alternative Geldquellen zu erschließen und ein sachbezogenes Konto eigens für diese Maßnahme eingerichtet.
5.
Unordnung ist nur die Ordnung, die die Schüler sich selbst machen. Aber natürlich ist es Aufgabe der Lehrkräfte und des Klassenlehrers die Schüler dazu zu erziehen, dass ein Miteinander in einer Gruppe ohne eine geeignete Ordnung nicht funktionieren kann. Die Lehrkräfte müssen dies bei jeder Gelegenheit ansprechen und einfordern. Sie müssen Räume im täglichen Unterricht für ein Gespräch mit den Schülern darüber einplanen. Zudem hat jede Klasse zwischenzeitlich ein festes Ordnungsamt eingeführt. Gleiches gilt für Lärmbelästigung. Jeder Schüler hat ein Recht auf Lernen in der Schule. Dazu gehört eine angemessene Arbeitsruhe. Eine gewisse Unruhe ist in Klassenräumen nie gänzlich auszuschließen, darf aber nur in Ausnahmefällen ein gewisses Maß überschreiten. Gegenstand einer der nächsten Schulkonferenzen. Das Thema Lüften betrifft besonders die kalte Jahreszeit. Hier ist es nötig, dass alle Lehrkräfte auf die Regelung achten, dass in den Pausen ordentlich gelüftet wird und in den Unterrichtsstunden Türen und Fenster geschlossen sind. Gegenstand einer der nächsten Schulkonferenzen.
Hadersleben im November 2010 Der Schulleiter